Steckbrief Kinderbeauftragte

OBR2 Mattig Rebstock KuhwaldHallo,

mein Name ist Kerstin Mattig. Ich bin die Kinderbeauftragte für das Rebstockviertel und den Kuhwald.

Welche Themen haben Sie in den letzten Jahren am meisten beschäftigt?

In den letzten Jahren haben mich, als Kinderbeauftragte vom Kuhwald und Rebstock, verschiedene Themen erreicht. Beispielsweise war die Gestaltung von Spielplätzen ein Thema, das mich sehr beschäftigt hat. Bei uns im Rebstock gibt es aktuell keine ausgestalteten Spielplätze. Die vielen Kinder, die die wenigen Spielgeräte nutzen, zeigen den großen Bedarf für die unterschiedlichsten Altersgruppen.

Ein weiteres großes Thema der letzten Jahre ist eine Befragung der Bewohner und Bewohnerinnen zum Thema „Freizeit- und Bewegungsangebote". Die Idee dazu hatte ich 2010 und wurde in den letzten Jahren konkretisiert. Mein Ziel war es, zunächst einen Bedarf bzw. die Wünsche der Menschen vor Ort nach Freizeit-und Bewegungsangeboten zu ermitteln. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Familienfreundlicher Sport" des Frankfurter Bündnisses für Familien erarbeiteten wir einen Fragebogen und führten die Befragung durch. Daran schloss sich die Auswertungs- und Dokumentationsphase an. Mit den Ergebnissen haben wir Vereine auf ihre Möglichkeiten angesprochen, von den Anwohnern gewünschte Angebote zu bedienen.

Ansonsten ist das Zusammenwachsen der Bewohner und Bewohnerinnen aus der bestehenden Kuhwaldsiedlung, mit den Menschen aus dem Neubaugebiet der Rebstocksiedlung, ein Thema, das mir am Herzen liegt. Parallel dazu gibt es natürlich Themen, die auch in anderen Stadtteilen vorkommen, wie beispielsweise die Verkehrssituation oder die Wegesicherung für Kinder.

An was arbeiten Sie zur Zeit?

Die Gestaltung des Spielplatzes in der Kuhwaldsiedung ist gerade ein sehr aktuelles Thema. Dort sehe ich eine Weiterentwicklung als dringend erforderlich. Wichtig wäre mir vor allem, dass dort ein Ort geschaffen wird, der auch für ältere Kinder attraktiv ist.

Ein anderes aktuelles Thema ist die Eröffnung der Grundschule im Rebstock. Seit diesem Schuljahr gehen zum ersten Mal Kinder direkt im Rebstock auch in ihre Schule. Ich bin aktiv bei der Inbetriebnahme der Schule und der Gründung eines Fördervereins.

(Stand 2014)

Was möchten Sie in Zukunft bewegen?

Mir ist es wichtig, erstmal die begonnenen Projekte abzuschließen. Hierbei ist mir vor allem die Befragung ein besonderes Anliegen.Die konkrete Möglichkeiten der Anbieter und die Wünsche der Bewohner und Bewohnerinnen zusammenzubringen, ist eine spannende Herausforderung. Mir ist die Idee der Vernetzung in das Stadtviertel hinein hier sehr wichtig. Es bietet so viele Möglichkeiten, mit Institutionen, Einrichtungen, Vereinen und Anwohnern gemeinsam etwas zu bewegen.
Wir würden gerne eine Parkfest veranstalten, verbunden mit einer Spendenaktion, um eine neue Kletterlandschaft für ältere Kinder zu bekommen.
Grundsätzlich könnte ich mir für die Zukunft auch vorstellen, die Kinder aus den Stadtteilen mehr einzubinden. Zudem besteht die Idee ein Kinderparlament einzurichten. So gäbe es einen festen Termin, bei dem Kinder zusammen kommen, gefragt werden und Ideen diskutiert werden können.

Mit wem sind Sie vernetzt?

Vorort im Stadtteil ist mir die Zusammenarbeit mit anderen Eltern, Nachbarinnen und Nachbarn und der Schule sehr wichtig. Ich bin Vorsitzende des Schulelternbeirats der Eichendorffschule und pflege daher einen guten Kontakt mit der Schulleitung. So bekomme ich auch viel von der Entwicklung der neuen Schule mit.

Außerdem habe ich Kontakte zu städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, beispielsweise aus dem Grünflächenamt oder Stadtschulamt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr vorteilhaft sein kann, wenn man beständige Ansprechpartner in den Ämtern kennt. Aber ich knüpfe auch immer wieder neue Kontakte, beispielsweise auf Veranstaltungen, an denen ich teilnehme. Ansonsten bin ich natürlich auch mit dem Ortsbeirat vernetzt.

Sehr wertvoll für mich ist die Mitarbeit im Frankfurter Bündnis für Familien. Diese Zusammenarbeit hat sich durch die Befragung ergeben und ich habe viel Unterstützung bekommen. Alleine wäre dieses Projekt kaum zu realisieren gewesen.