Neues Frankfurter Gymnasium kommt nach Nied


Die Schule werde gleichwohl für alle Frankfurter Schüler offen sein. „Mit der Neugründung kommen wir unserer Pflicht als Schulträger nach, den Bedarf an Plätzen im gymnasialen Bildungsgang zu decken.“ Der Betrieb der neuen Schule soll im kommenden Schuljahr mit sechs Parallelklassen starten. Eine entsprechende Teilfortschreibung des Schulentwicklungsplans hatte die Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2014 beschlossen. Der Antrag muss noch vom Kultusministerium genehmigt werden, was jedoch als Formsache gilt. Das für die Unterrichtsgestaltung zuständige Staatliche Schulamt hat inzwischen eine Vorbereitungsgruppe für den Aufbau des Gymnasiums gebildet. „Wir werden jetzt zügig und sehr sorgfältig unter Berücksichtigung vielfältiger Kriterien ein Team aus Lehrkräften zusammenstellen, das unter der Leitung von Mathias Koepsell, dem Projektleiter für den Aufbau des neuen Gymnasiums, die Grundausrichtung der Schule zum Start im Sommer in konkrete Inhalte, Projekte und Kooperationen überführt, dabei aber doch die nötigen Offenheitsstellen belässt, damit die Schulgemeinde, also Schüler, Lehrkräfte und Eltern viele Möglichkeiten haben, ihr ureigenes Recht auf Gestaltung der Schulentwicklung auch wahrzunehmen“, erläuterte Dieter Sauerhoff, Leitender Direktor am Landesschulamt und zuständiger schulfachlicher Dezernent. Mit dem gesellschaftswissenschaftlichen Profil, also mit dem ethischen, philosophischen, politischen und historischen Blick auf alle Fächer, wolle das Staatliche Schulamt die inhaltliche Vielfalt der Frankfurter Gymnasiallandschaft um einen Aspekt erweitern, der bisher noch nicht so deutlich im Blick gewesen sei. Als vorläufiges Quartier für das Gymnasium ist die bisherige temporäre Unterkunft der IGS West an der Palleskestraße vorgesehen. Die Gesamtschule wird im Sommer ihren Neubau beziehen, sodass die Container-Anlage frei wird. Das 13.000 Quadratmeter große Grundstück für den endgültigen Standort, Mainzer Landstraße 701, ist in städtischem Besitz. Eine Machbarkeitsstudie hatte ergeben, dass dort ein Neubau für eine mindestens sechszügige Schule und eine Turnhalle möglich ist. Bei der Planung des Neubaus werde die notwendige Sanierung der Fridtjof-Nansen-Schule so weit wie möglich mit einbezogen, betonte Stadträtin Sorge.